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Piz Trovat Klettersteig bei der Diavolezza - Hochsitz mit Blick auf's Paradies

2007-08-27 @ 22:40 in Klettern

Dieser kurze Bericht erzählt eine kleine Geschichte von einem Ort ganz weit oben.


Obwohl dort keine Palmen wachsen und keine Wellen am Sandstrand auslaufen ... obwohl es dort in der Nacht kalt ist, und man auch im Sommer von schnee- und eisbedeckten Bergen umgeben ist ... schien es uns als wäre dort das Paradies Smile

Dieser Ort ist nicht einmal so weit entfernt. Man braucht kein Flugzeug- und auch kein kein Schiff zu besteigen um an diesen paradiesischen Ort zu gelangen ... die Rede ist von der Diavolezza im Engadin wo wir das letzte Wochenende verbringen konnten.

Bild oben: Blick auf die Glasfassade des Berggasthauses Diavolezza in dessen Fensterfront sich die Berge des Bernina- Massives spiegeln.  In der Mitte meine Frau die gerade die Seele baumeln lässt ....

 

 Und das schönste ... das ParadICE wie sich die Diavolezza auch nennt ist sogar bezahlbar. Die Übernachtung gibt es bereits ab 61 Franken pro Person inklusive  Halbpension (Frühstück und 4-Gang Abendessen).
Für ein Zweibettzimmer mit WC/Dusche auf dem Zimmer, vom Chef des Hauses liebevoll "Suite" genannt, werden 96 Franken pro Person fällig (ebenfalls Halbpension).

Das Berggasthaus verfügt über den genau richtigen Mix aus Hotel und Hüttenromantik. So kommt das Hüttenfeeling beispielsweise auf, wenn man gemeinsam mit den Bergsteigern- Kletterern und Wanderern das feine Nachtessen an den grossen Tischen einnimmt. Es versteht sich von selbst, dass so automatisch interessante Gespräche zustande kommen. 

Das Hüttenfeeling verfliegt dann aber (zum Glück Wink ) beim betreten des schmucken Zweibettzimmers. Hier fühlt man sich dann eher wie in einem Hotel. Selbst der Umstand dass rund die Hälfte der Gäste um 04:00 Uhr ! das Morgenessen serviert bekommt, weil diese kurz darauf in stockdunkler Nacht zu den Touren auf die verschiedenen Berggipfel aufbrechen, tut dem komfortablen Gefühl keinen Abbruch. Wir haben nämlich nichts vom dabei unvermeidlichen Lärm mitbekommen.

 Bild oben: Auf dem Munt Pers. Blick zur Bergstation.

 

Bild oben: Rückweg vom Munt Pers. Unten der Persgletscher.

 

Den Ausschlag zu diesem Wochenende in 3000 Metern Höhe gab der Klettersteig zum Piz Trovat welcher letztes Jahr neu angelegt wurde.

Bild oben: Nochmal Abstieg vom Munt Pers Richtung Berggasthaus. Rechts daneben der kleinere Berg fast ohne Schnee ist der Piz Trovat. Der Klettersteig geht auf der rechten Bergseite hoch.

 

Neben der Wanderung auf den Munt Pers am Anreisetag war der Klettersteig zum Piz Trovat unser eigentliches "Highlight" des Wochenendes auf der Diavolezza.

 Bild oben: Zustieg zum Klettersteig des Piz Trovat.

 

Der Klettersteig wurde erst letztes Jahr neu angelegt und ist als "mässig schwierig" eingestuft.

Einerseits basiert diese Einstufung auf den eher geringen konditionellen Anforderungen ("nur" 2,5 Stunden Aufstieg), andererseits wurde der Steig so präpariert, dass man nie in Verlegenheit kommt, wo der Fuss oder die Hand denn nun als nächstes einen Halt finden. Die Wand ist nämlich dermassen mit Aufstieghilfen "zugenagelt", dass man in den steileren Passagen fast nie mit dem Fels in Kontakt kommt. Ähnlich wie das auch beim Anfängertauglichen Klettersteig bei Braunwald, über den ich hier auch schon berichtet habe der Fall ist.

Bild oben: Über die Frage, "Wie viel Eisen verträgt ein Berg", scheiden sich die Meinungen. Tatsache ist, dass dieser Klettersteig eines der imposantesten Panoramen bietet, das man sich wünschen kann. Eine unglaubliche Szenerie aus Fels, Schnee und Eis - einfach herrlich !

 

Bild oben: Hängebrücke am Klettersteig des Piz Trovat

 

 Bild oben: Auf dem Piz Trovat

 

Bild oben: Der Gipfel des Piz Trovat. 

 

Bild oben: Abstieg vom Piz Trovat 

 

 Bild oben: Berninamassiv beim Eindunkeln. Aufgenommen direkt vor dem Berggasthaus.

 

 Bild oben: ... und bei Mondschein

 

Bild oben: ... sowie am nächsten Morgen - Man kann sich nicht sattsehen ...

 

 

 

 

 

 

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