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Hansjürg Gschwend - überzeugter 29er Fahrer aus dem Züricher Unterland

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Durannapass – Tritt – Adrenalin pur (Beitrag von Gastautor Hans)

2013-10-12 @ 15:19 in Gastautor Hans

Eine Truppe Bikebesessene folgte meinem Aufruf, wieder einmal etwas Verrücktes unter die Räder zu nehmen in meinem Heimatkanton Graubünden. Via Durannapass und Panoramatrail folgte das absolute Highlight des Tages, der Tritt.

Tritt, zwischen Davos und Arosa mitten in eine Felswand gesetzte Treppe!
Also das ist nun der wenig bekannte Tritt, den ich immer schon mal bezwingen wollte. Steht man oben, hat der Eine oder Andere von uns mulmige Gefühle, auch wenn wir diese Treppe nur zu Fuss und mit dem Bike in einer Hand hinter uns bringen müssen.

Um Punkt 09:00 Uhr starteten wir unsere Tour in Langwies. Schon bald befinden wir uns im sehr schönen Walserdörfchen Strassberg.

Blick zurück - Aroser Weisshorn und Hörnli, Lenzerheidner Weisshorn und Rothorn.

Über wunderschöne Wiesentrails steuern wir zum Durannapass.

Kurz vor der Passhöhe. Die letzten Kräfte werden mobilisiert.

Durannapass 2121MüM
Am Ufer des Grünsee erwartet uns ein wunderschönes Szenario. Das grün spiegelt sich im Wasser und das Farbenspiel wechselt sich mit der Sonneneinstrahlung. Wir geniessen die absolute Ruhe dieser faszinierenden Naturlandschaft.  


Startklar – auf geht’s - die Trails wollen gerockt werden.
Der Weg führt uns nach Obersäss hinunter. Hinten sieht man den Übergang ins Montafon mit dem Madrisahorn (2770MüM) und der Mittagsspitze (2716MüM)

Via Untersäss zur Conterser Schwendi.
Alles fahrbar, für Kurt sowieso kein Problem.

Carsten in Aktion. Über Schifer und Serneuser Schwendi peilen wir auf einer rasanten Abfahrt Klosters an. Leider haben wir hier für einmal keine Trails in Aussicht gehabt. Aber auf uns warten ja noch ein paar andere Highlights.


Leider machte die Gotschnabahn just in dem Moment, als wir dort eintrafen, Mittagspause. Also entschieden wir uns auch dasselbe zu tun.
Nachdem wir unsere Speicher gefüllt haben, schenkten wir uns die gut 1100Hm zum Gotschnagrat hinauf und besteigen gut gelaunt die Bahn.

Nach diesem „lockeren uphill“  finden wir uns schon wieder auf dem nächsten super Trail, dem Panoramaweg hoch über Davos.

Es gibt stimmen, die behaupteten, so in der Art ist etwa der Goldsee Trail im Vinschgau. Ich finde, der Panoramaweg ist noch schöner, gell Carsten……..

Hat schon gewisse Ähnlichkeiten mit dem Goldseetrail.

Über 1 Stunde Trailvergnügen haben wir bis zum Strelapass.

Auch hier ist der Winter noch sichtbar, es ist immerhin schon ende Juli.
So fährt man locker über ein Schneefeld.

Kurt nach der Passage bei der Parsennbahn.


Herrlicher Tiefblick zum Davosersee.

……und Davos Platz.

Schon ist der Strelapass passiert. Hinten das Schiahorn.

Nach ein paar Hm hinauf zur Latschüelfurgga, sehen wir weit in der Ferne, was in etwa auf uns zukommen wird. Aber vorerst haben wir noch ein Leckerbissen vor uns. Leicht abwärts schlängelt sich der Trail zwischen der Blumen übersäten Wiesen hindurch. Wir spüren ein Hochgefühl in unserem Magen. Spass pur.

Plötzlich nahm der Trail ein abruptes Ende und wir standen vor einer fast überhängenden Felswand. Sollten wir nun lachen oder…… Einige versuchten ihr mulmiges Gefühl mit eben diesem Lachen zu kaschieren. Andere brüllten „ihre - etwa Angst“? aus sich hinaus, dass es einem ganz komisch um die Magengegend wurde.  Also hier müssen wir nun runter. Ja, ich denke, uns bleibt nichts anderes übrig. So machen wir uns mit Galgenhumor und ganz vorsichtig an die Treppen heran. Zum Teil waren die Treppen mit ganz kurzem Abstand, daher wurden unsere Achillessehnen arg strapaziert.

Hallo, bin ich im falschen Film? Ruedi braucht nicht mal das sichernde Seil.


Immer wieder mussten wir stehen bleiben und die eindrücklichen Felsmassive bewundern. Ich hingegen bin froh mit einer Hand das Seil halten zu können.. Ich hatte wirklich alle Hände voll zu tun. Volle Konzentration ist gefragt.

Ein „Bikesteiger“ mitten in einer Felswand……….

Ein Blick zurück. Alle waren wir froh heil unten angekommen zu sein. Aber die heikelste Passage folgte noch mit der Überquerung eines Schneefeldes, dessen Schnee auf der Unterseite schon ziemlich weggeschmolzen ist.
Aber auch das geht gut. Danach folgen noch einige Laufpassagen, bis wir dann wieder auf einem flowigen Trail Richtung Medergen unsere vorherige  Anspannung in einen Trailrausch umwandeln können.

Nach ein paar Downhillmeter auf einem Alpweg folgt noch das Dessert des Tages. Wir stechen in einen sehr steilen Wald Trail oberhalb von Langwies hinein. Ein „Bijou“ eines Trails. Mit einem sehr breiten Smile im Gesicht spuckte uns der Trail kurz vor Langwies wieder auf die Hauptstrasse aus.
Mittlerweile zeigt die Uhr 17:30 an. Fast 9 Stunden waren wir unterwegs.

Fazit des Tages:
Eine unvergessliche Tour die ich mit meinen Kollegen heute erleben durfte. Mir wird immer mehr klar, dass wir hier in der Schweiz einfach ein Paradies zum biken vorfinden. Ruedi, Kurt und Carsten fuhren mit dem PW wieder ins Unterland. Walti und ich düsten zum Abschluss noch der Hauptstrasse entlang nach Chur hinunter. Das ergibt dann folgende Tour Daten (inkl. bis nach Chur)


Km:             69
Hm up:         1401
Hm dw:        3158
Fz:              06h15

Hier einige Impressionen:

http://www.youtube.com/watch?v=NyYpiPZNkC0

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