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Hansjürg Gschwend - überzeugter 29er Fahrer aus dem Züricher Unterland

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Neues Velo - Zusammenbau meines Twentyniner (29er) Fullys

2011-04-01 @ 22:27 in Material

Juhuii ...ich hab ein ein neues Velo. Seit letzter Woche bin ich glücklicher Besitzer eines Niner R.I.P.Smile

Wie alles begann ...

Aufmerksam geworden durch die vielen positiven Presseberichte über die Twentyniner Bikes habe ich im letzten Herbst am Test Ride in Lenzerheide (bzw. Churwalden) ein paar Bikes dieser neuen Klasse Probe gefahren. Ich habe hier darüber berichtet.

In Wirklichkeit ist  ja die Klasse der 29er Bikes überhaupt nicht neu, aber auf Europa scheint die Welle der Twentyniner in diesem Jahr so richtig herüberzuschwappen, und die 29er Bikes werden plötzlich bewusst in den Köpfen vieler Biker wahrgenommen.

Das liegt einerseits am Marketing, oder und/oder an der Macht der Presse. Wie man so liest, kann eine Testfahrt mit einem 29er fast so etwas wie eine Offenbarung sein, und auch ich war absolut begeistert von den Fahreigenschaften welche diese Art von Bikes vermittelt.

Insbesondere das sichere Gefühl welches bei technischen Passagen entsteht, sowie das "im Bike sitzen" anstatt "darauf" hat mir sehr zugesagt. Für mich bedeuten diese Punkte einfach mehr Fahrspass, und darauf kommt es mir ja schliesslich an.

 

Über die grundsätzlichen Vor- und Nachteile von Twentyninern wurde übrigens an anderen Stellen schon viel geschrieben. Hier z.B. kann man sich weiter darüber informieren.

Dass jetzt auch noch Weltklassefahrer auf 29er Bikes umsteigen und damit äusserst erfolgreich sind, wird der Verbreitung von Twentyninern wohl noch zusätzlichen Schub verleihen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich die Sache weiterentwickeln wird, denn jetzt kommt auch noch dazu, dass das Thema 29er Bikes nun sogar den Weg in die Tagespresse gefunden hat, wie man beispielsweise hier sehen kann.

So wie ich das sehe, sind sogar viele Hersteller und Händler aus der Bikebranche von diesem Twentyniner-Boom überrascht worden, oder haben diesen Trend teilweise fast ein wenig verschlafen.

Einer auf den das nicht zutrifft ist der Bikeshop Mainstreet42. Dieser setzt stark auf den Verkauf von 29er Bikes. An dessen Stand in Churwalden habe ich das Niner R.I.P. Probe gefahren.

Dieses Bike hat sofort "gepasst", und da ich mein altes Velo sowieso ersetzen wollte, habe ich mir dann irgendwann den Niner R.I.P. Rahmen bei Mainstreet42 bestellt. Mitte März ist er dann endlich eingetroffen, und ich habe mit Simon vereinbart, dass ich beim Zusammenbau dabei bin, und ein paar Fotos davon mache

 
Bild oben: Frederic hat immer so gierig auf mein neues Bike geschielt - vielleicht lass ich ihn dann im Tessin mal ein paar Meter fahren Wink

Die Laufräder wurden von Hand aufgebaut. Wichtig waren mir dabei die Notubes-Felgen von "Stans" mit der normale Reifen schlauchlos gefahren werden können.
Die verbauten Hope-Naben produzieren den starken Sound im Freilauf, welcher einem beim Zuhören einen leichten Schauder über den Nacken fahren lässt - ja, so muss das sein Smile.


Die Bremsscheiben ist übrigens von www.bremsscheiben-fahrrad.de. Rotscher hat kürzlich hier ausführlich darüber berichtet.

Ebenfalls auf meiner Wunschliste stand eine Fox-Gabel. Die 120mm Version gibt es zwar nun auch zum Absenken (Talas). Simon verriet mir aber, dass die Absenkung bei diesem Bike eigentlich nicht zwingend notwendig ist. Da spart man dann doch ein bisschen Geld, und inzwischen kann ich die Aussage auch bestätigen. Beim Hochfahren in der steilen Passage zum Burghorn (Lägern) habe ich die Absenkung jedenfalls nicht vermisst.

Zum Einsatz kommt im weiteren die (fast) komplette 2 x 10er XT-Gruppe.
Hinten kümmert sich ein 11-36 Ritzelpaket um die Kette.

  

Das vordere kleine Zahnrad ist bei der XT-Kurbel eigentlich ein bisschen zu gross (der kleinstmögliche Gang ist dann etwas streng, weil die Räder ja grösser sind). Da hat mir Simon dann das kleine Ritzel einer SLX-Kurbel montiert. Das hat nämlich "nur" 22 Zähne, und jetzt fühlt sich der kleinste Gang beim Niner R.I.P. in etwa so an, wie der kleinste Gang auf meinem alten 26er Bike - also alles Bestens.




Der Niner Carbon Lenker ist mit 700 mm sehr breit. Das war anfangs etwas ungewohnt, aber er verstärkt so das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit noch einmal zusätzlich. Das gefällt mir.

 
Mein Fazit
Bis jetzt (etwa 5 Stunden gefahren), bin ich absolut happy mit meinem neuen Niner R.I.P. Ich kann es jedem vor einem anstehenden Neukauf  wärmstens empfehlen, so ein Twentyniner einmal  auszuprobieren, und sich selber ein Urteil zu bilden, denn nicht allen gefällt das Handling so eines Bikes.

Den Unterschied zu den 26ern merkt man aber übrigens nicht bei einer Testrunde auf dem Parkplatz. Die Testfahrt muss auf einem Trail erfolgen.

Am 16./17. April 2011 ist eine gute Gelegenheit dazu. An diesem Datum wird bei Mainstreet 42 ein spezielles Testwochenende mit einer grossen Auswahl an Bikes durchgeführt.

Hier zum Schluss noch ein Bild aus "Making of" Wink

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