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Hansjürg Gschwend - überzeugter 29er Fahrer aus dem Züricher Unterland

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Tipps und Tricks aus der Mountainbike-Fotopraxis. Scharfe Fotos mit dem Gorillapod - das "Fotostativ" für Mountainbike-Touren

2010-10-29 @ 22:50 in Fotografie

Seit einigen Jahren bin ich mit Fotoapparat, GPS Gerät und Mountainbike bei uns im Unterland, wie auch im alpinen Raum unterwegs. Da hat sich einiges an Erfahrungen angesammelt. Im Moment bin ich nun dabei, dieses know how zu Dokumentieren, und zu Strukturieren, denn ab Anfang 2011 werde ich in Zusammenarbeit mi dem Bikeshop Mainstreet42 Foto- und GPS Kurse durchführen.



In diesem Beitrag zeige ich ein "Müsterchen" aus dem Foto Kurs, und zwar "Tipps und Tricks" aus der Praxis. Es geht in diesem Beitrag um die Bildschärfe, und was man tun kann, damit die Fotos nicht verwackelt werden, denn ....

... Beim digitalen Fotos kann man nachträglich viel korrigieren. Egal ob sie mit einer kleinen Kompaktkamera, oder einer digitalen Spiegelreflex gemacht wurden. Vieles ausser ... wenn die Bilder unscharf sind.

Unscharfe Fotos sind nicht zu Retten

Verwackelte, bzw. unscharfe Fotos lassen sich am PC nicht mehr retten. Also muss man darauf achten, dass dies erst gar nicht passiert.
Verwackelte Fotos entstehen, wenn man z.B. aus der Hand fotografiert, und die Belichtungszeit so lang gewählt werden muss (weil es zu wenig Licht hat), dass sich die Bewegung der Kamera auf das Foto auswirkt, oder wenn sich das fotografierte Objekt schneller bewegt, als es die Belichtungszeit "zulässt".

Bewegende Objekte

Bei sich bewegenden Objekten wie z.B. einem Mountainbiker gibt es verschiedene Möglichkeiten die unter Umständen helfen:


Landschaften und Nachtaufnahmen

Beim Fotografieren von Landschaften, Nachtaufnahmen, oder wenn man sich selbst vor einer schönen Kulisse ablichten will etc., ist es am besten man hält die Kamera mit einem Stativ ruhig.
Weil man allerdings (besonders beim Biken) selten ein Stativ dabei hat, kann man sich mit einfachen Methoden anders behelfen:

Anlehnen an eine Baum oder ähnlichem. Am besten man drückt die Kamera seitlich an einen festen Gegenstand.

Man stellt die Kamera auf ein Mäuerchen, Baumstrunk oder ähnliches.

Auch der Velohelm kann notfalls als Ersatz für einen Baumstrunk dienen (wie auf dem Bild unten). Eine so tiefe Perspektive kann durchaus auch interessant sein. Mit dem "Helmstativ" wird jedenfalls verhindert dass Gräser etc. wie Urwaldbäume ins Bild ragen.



Notfalls tut es auch das Velo. Man stützt dabei die Kamera auf den Velosattel, und hat so die Kamera somit recht gut fixiert.

Schon fast wie ein Fotoprofi, kommt man sich da mit dem Gorillapod vor. Das ist recht klein, sehr leicht, und lässt sich an vielen Orten anklammern (Bild unten):

Mit einem Stück Schnur, welche man vielleicht sowieso in seinem "Notfall-Reparaturset" dabei hat, lässt sich das Gorillapod sogar an grosse Bäume etc. binden. Das sieht vielleicht etwas abenteuerlich aus, funktioniert aber bestens ! (Bild unten):

 

Selbstverständlich erfolgt das auslösen des Fotos dann jeweils nicht von Hand, sondern immer mit dem Selbstauslöser. Bei Spiegelreflex Kameras sollte man dabei noch den Sucher abdecken, damit kein "falsches Licht" die Belichtungseinstellung beeinflusst. Hier aktiviert man am besten noch die Spiegelvorauslösung, denn mit dieser Funktion werden die Erschütterungen, welche durch das hochklappen des Spiegels entstehen eliminiert.

Jetzt geht es ans Umsetzen !

Mit dem Umsetzen einer- oder mehrerer dieser Massnahmen, wird es dir möglich sein, aussergewöhnliche Fotos zu schiessen (auch mit einer einfachen Kompakt-Kamera). Solche nämlich, die man mit dem Automatik-Modus, und aus der Hand gehalten nie hinbekommt.
Sei das beispielsweise eine schöne Szene bei Dämmerung, oder ein farbintensiver Sonnenuntergang.

Ich wünsche dir viel Spass beim ausprobieren.

Wie weiter

Im diesem Beitrag habe ich unter "Bewegende Objekte" einige Massnahmen genannt, die wahrscheinlich einer weiteren Erklärung bedürfen, wie ISO-Wert einstellen, oder Sportprogramm wählen usw. Was genau bei diesen Einstellungen passiert, und wie man diese für bessere Fotos nutzen kann wird in einem weiteren Beitrag- oder spätestens am Foto Kurs erklärt.

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