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Hansjürg Gschwend - überzeugter 29er Fahrer aus dem Züricher Unterland

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Veraltetes Weltbild - Bericht über das Transalpes Mojo und andere Exoten

2010-10-02 @ 22:43 in Material

Gehörst du vielleicht zu den Leuten die immer noch Glauben dass die Erde eine Scheibe ist, dass grosse Laufräder an ein Citybike gehören, und dass die Geometrie eines Bikes durch den Rahmenbauer für alle Zeiten gültig ist ?

Dann muss ich hier dein veraltetes Weltbild korrigieren .... ;)

Die Erde ist nämlich schon lange eine Kugel, grosse Räder machen auch am Mountainbike Sinn, und die Macht über die Rahmengeometrie reklamiert der Schweisser auch nicht mehr nur für sich alleine.

Die zwei letzten Erkenntnisse hatte ich am diesjährigen Test Ride in Churwalden. Ich nutzte die Gelegenheit um ein paar interessante Bike probe zu fahren. Hier mein Eindruck davon:

1. Das Transalpes Mojo All Mountain

Das besondere am Transalpes ist das Mojo-System. Mit diesem "Drehregler" kann die Sattelstellung beeinflusst werden.
Durch wenige Umdrehungen verschiebt sich dieser ein klein wenig nach vorne- oder hinten, und das merkt man erstaunlicherweise enorm ! Insbesondere das Bergauffahren wird damit sehr viel angenehmer (und wahrscheinlich auch Effizienter).
Beim Fahren auf dem Trail bevorzuge ich das herunterlassen des Sattels. Aber auch hier merkt man einen frappanten Unterschied, wenn man die Sattelstellung auf "ganz hinten" einstellt. Die Kontrolle via Sattel ist so natürlich etwas besser, als wenn der Sattel unten ist.

Apropos Kontrolle: Dieses Bike ist das agilste von allen, die ich ausprobiert habe. Eine Auswirkung des steilen Lenkkopfwinkels, wie mir Stefan Gruber von Transalpes erklärte.


transaples_mojo-_all_mountainInteressanterweise spielt dieses Bike trotz des zusätzlichen Mojo, und der mächtigen Feder für den Hinterbau, in der „Gewichtsliga“ der anderen All Mountain Bikes (140mm-Klasse) mit.

Das Transalpes hatte die XTR-Gruppe verbaut. Das ist natürlich eine feine Sache :) Beim Schalten auf dem hinteren Ritzel habe ich zwar keinen Unterschied bemerkt Bei den vorderen Kettenblättern hingegen schon. Da schaltet die XTR einfach noch einen Tick weicher, als meine (alte) XT-Gruppe. Beim Transalpess gibt es übrigens noch bis Ende Oktober die XTR-Gruppe geschenkt, wenn man das Bike zum Preis der XT-Gruppe kauft (kein Witz!).

Mein Tipp: Unbedingt mal ausprobieren, bevor man irgend etwas kauft !

Das geht bei diesem Bike besonders einfach, denn Stefan, der Vertreiber dieses Bikes führt immer wieder Touren durch, an denen so ein Bike ausgeliehen werden kann. Oder man ruft an, und vereinbart einen persönlichen Termin für eine Probefahrt.

Zur Webseite über diese Bike geht es hier: http://www.transalpes.com/

Hier geht es zu weiteren Testberichten über das Transalpes: http://www.transalpes.com/community/testberichte.html

Wie auf Mutters Schoss - Das Niner RIP

So muss es damals gewesen sein, wenn man auf Mutters Schoss sass. Man war wohlbehütet, und nichts auf der Welt konnte einem etwas anhaben. Fahrfehler gibt es hier nicht, denn falls sie entstehen, werden sie sogleich weg-verziehen. Dieses Bike Bügelt den Trail so glatt wie der Babypopo, den wir alle damals hatten. 

Man sitzt so richtig "im" Rad drin, und das Vorderrad ragt mächtig weit hinaus. So kommt nie das Gefühl auf, man könnte vielleicht mal über den Lenker fliegen, um den Trail dann von ganz nahe kennenzulernen. Insgesamt wirkte dieses Bike dafür etwas träger, als die anderen die ich gefahren bin.

Vielleicht hast du ja schon die verschiedenen Argumente gehört, welche für die 29er Bikes sprechen- Das Niner RIP erfüllt sie  !

Niner Rip 29er 

Hier geht es zur Händler-Webseite des Niner-RIP: http://www.mainstreet42.ch

Hier noch weitere Meinungen zum Niner RIP: http://www.twentyniner.ch/phpbb3/viewtopic.php?f=9&t=2355

 

Bike mit Hirn - Das Specialized Stumpjumper 29

Dieses Bike hatte die neue 2 x 10-Schaltung montiert. Mit der fährt es sich angenehm, allerdings ging es auf der Teststrecke nie so richtig Steil bergauf (bei der 2 x 10 Schaltung "fehlt" so quasi der kleinste Gang). Ausserdem war der rechte X-7 Schalter bzw. das Kabel, bereits nach einem Tag so mit Dreck verschmutzt, dass sich die Gänge nur noch schwer hochschalten liessen. Nun, man weiss halt nie was mit den Bikes auf den Testfahrten so alles passiert.

Das befahren des glitschigen Trails mit dem Specialized war etwas schwieriger, als mit den anderen Bikes. Das hat aber vielleicht mit den schmalen Reifen  (29 x 2.0) zu tun. Die Strecke war sowieso aufgrund der Nassen Witterung eher eine Herausforderung für die Bereifung.

Das Brain-System funktioniert nach meinem dafürhalten Super. Beim Bergauffahren tut sich hinten nichts, die Federung funktioniert aber ganz normal, wenn es drauf ankommt.

Specialized Stumpjumper 29 

 

Hier noch der angesprochene "glitschige" Trail:

All Mountain teststrecke
 

Gefühlte 26 Zoll - Das Rocky Mountain Altitude 29

"Rocky Mountain hat auch noch ein 29er zum Testen" hat mir David zwischen einer seiner vielen Testfahrten zugeraunt, und kurz vor "Ladenschluss" habe ich das Bike dann auch noch für eine Testfahrt ergattern können.

Hätte ich es nicht gewusst, wäre ich bei diesem Rad nicht darauf gekommen, dass es sich um ein 29er handelt.  Als ich beimVerleiher die Bemerkung machte: "Fährt sich wie ein normales 26er" meinte dieser: "Das habe ich heute schon ein paar mal gehört", "Wird wohl an der Geometrie liegen".

Rocky Mountain Altitude 29er

Hier gibt es weitere Informationen zum Rocky Mountain Altitude 29: http://www.feedthehabit.com/mountain-biking/rocky-mountain-altitude-29er-review/

 

Mein Fazit von diesem Testwochenende auf dem Bike Ride in Churwalden:

Es gibt nichts besseres, als wenn man verschiedenen Bikes direkt auf einer angemessenen Teststrecke ausprobieren kann. Eine Super Sache !

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