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Hansjürg Gschwend - überzeugter 29er Fahrer aus dem Züricher Unterland

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Liebeserklärung an das Engadin

2011-03-13 @ 14:20 in Entschleunigung

Ich sitze hier, und denke an die letzten fünf Tage Ferien im Engadin zurück.

Wenn ich das unten stehende Bild betrachte werden meine Sorgen, wie die Bergdohlen vom Wind emporgehoben und davongetragen.

Theatralisch präsentieren sich die höchsten Gipfel des Engadin mit ihren vom Wind polierten Spitzen. Ich tauche wieder ein, in diesen Moment der Ruhe, tiefer Zufriedenheit, und Lebensfreude. Dies sind die Emotionen, die ich beim Aufenthalt an diesem mächtigen, wunderschönen Platz erleben durfte. Ich bin im Flow.

Aussicht von der Diavolezza Bergstation auf die höchsten Gipfel im Engadin: Piz Palü und Piz Bernina
Bild oben: Wellness auf der Bergstation Diavolezza. Bild anklicken für die Ansicht in Gross.

Jeder von uns kennt solche Glücksmomente, und wie wertvoll es ist, wenn man solche Gedanken im Alltag wieder hervorholen kann.

Wir hatten das grosse Vergnügen, mit einer Reisegruppe 5 Tage im Engadin zu verbringen und in einem kontrastreichen Programm unsere Batterien bei Sport, kulinarischen Genüssen, und beim Entspannen wieder aufzuladen.

Wenn du willst nehme ich dich in diesem Reisebericht über das Skifahren und Winter-Mountainbiken im Engadin mit. Mit auf die Reise an diesen paradiesischen Ort.
Also, „let it flow“  Smile

Fbian von x-Aces.de auf dem Corvatsch
Bild oben: Einer der jungen Wilden aus unserer Reisegruppe: Fabian von x-aces.de

Zahlreiche Facetten des Wintersportes bis weit in den Frühling hinein

Ganz klar … der sportliche Fokus des Engadiner Winters liegt bei den zum Schnee passenden Aktivitäten wie Skifahren, Langlaufen, oder beispielsweise dem schon etwas exotisch anmutenden Skite-Surfen auf dem zugefrorenen Silvaplana See.

Hier kann die Region Engadin St. Moritz dann auch ihre Trümpfe voll ausspielen, denn die Talstationen der verschiedenen Bergbahnen liegen auf gut 1800 Metern, und die Lifte tragen einem bis auf über 3300 Meter hinauf.

Somit ist der Schnee auch dann noch reichlich vorhanden, wenn wir im Unterland bereits so langsam den Grill aus seinem Winterquartier hervorholen, und die ersten milderen Frühlingstage geniessen.


Moritz von der Skischule Engadin
Bild oben: Von der Skischule Engadin begleitete Moritz unsere Reisegruppe.
Bei diesen Geschwindigkeiten Fotos zu schiessen war für mich ungewohnt. Einige wenige konnte ich mit Phostoshop dann doch noch soweit aufbereiten, dass sie einigermassen verwendbar sind.

Wir liessen es uns aber nicht nehmen, unsere Mountainbikes durch die schön verschneite Landschaft des Roseggtals zu chauffieren, um dem Biergarten des Restaurant Rosegg-Gletscher einen Besuch abzustatten.
Ankunft beim Restaurant Rosegg Gletscher mit dem Bike im Winter

Da sie aber mit der Schneeräumung im Rückstand waren, haben wir dann unsere Bikes auf der Sonnenterasse abgestellt, und uns in die warme Gaststube, zum wohlverdienten Schümli Pflümli zurückgezogen.

Bikes auf der Sonneterasse des Restaurant Rosegg Gletscher im Winter

Wir wurden übrigens mehrfach gefragt, ob wir denn Spikes an unseren Rädern montiert hätten.

Das ist nicht der Fall. Der schön schneebedeckte, und tip-top gepflegte Winterwanderweg von Pontresina, zum Restaurant Roseg-Gletscher ist mit normalen Mountainbike-Reifen problemlos fahrbar.

Das schlechte Wetter am Ankunftstag war zum Glück eine Ausnahme. Es hielt sich hartnäckig im Süden, und weil das Engadin normalerweise unter dem Wettereinfluss des Südens liegt, entpuppte sich dieser Vorteil diesmal ausnahmsweise als Nachteil.

Von der Skipiste direkt ins SPA

Nach diesem „abenteuerlichen“ Bike Ausflug haben wir unser Zimmer im Hotel Alpine Rock in Silvaplana bezogen.
Das 4-Sterne Haus wurde erst kürzlich erbaut und liegt an vorzüglicher Hanglage direkt bei der Talstation der Gondelbahn Corvatsch. Jedes Zimmer erlaubt dadurch  den freien Blick hinunter ins Tal. Diese tolle Aussicht bekommt man auch beim reichhaltigen Frühstücksbüffet oder beim Abendlichen Dinner im hoteleigenen Gourmetlokal geboten.

Die Talabfahrt des Skigebietes Corvatsch endet also direkt beim Hotel. Das ist natürlich super bequem, weil man so schnell seine klobigen Skischuhe gegen die Adiletten tauschen kann, um sich im grosszügigen SPA Bereiches des Hotels etwas zu entspannen. 

Das Skigebiet Corvatsch

120 Kilometer Skipisten und 9 Bergrestaurants laden zum Skifahren, oder zum relaxen ein. Wir waren haben am zweiten Tag das Skiegebiet Corvatsch erkundet.

Relaxen auf der Mittelstation des Skigebietes Corvatsch


Bergbahnticket für die Snow Night auf dem CorvatschDie Pisten sind nicht alle so von der Sonne verwöhnt, wie am gegenüberliegenden Hang, der Corviglia-Seite. Dafür kann man hier auch noch an Ostern Skifahren, und es gibt eine 4,3 Kilometer lange beleuchtete Nachtskipiste von der Mittelstation bis vor unser Hotel.

In sieben Minuten bugsiert einem die riesige Kabine von der Talstation- bis hoch zur Mittelstation.
Wir haben die erste Bahn der "Snow Night" um 19 Uhr genommen, und kamen dadurch in den Genuss der frisch präparierten Pisten - herrlich !

Das Nachskifahren ist wirklich etwas besonderes, das man einmal erlebt haben muss. Erstaunlicherweise sieht man die Piste bei der künstlichen Beleuchtung fast noch besser, als bei Tageslicht.

Jeden Freitag um 19 Uhr startet das Spektakel, und endet erst um 2 Uhr am Samstagmorgen. Da bekommt jeder genug.
Wir haben unsere letzte Talfahrt jedoch bereits um 23 Uhr angetreten.

Vorher gab es noch ein feines Fondue vom Berggasthaus  Alpetta auf der Alp Margun. Der Wirt dort muss der Sohn vom Alpöhi aus dem Heidi-Film sein. Der sieht sieht nämlich genauso urchig und gemütlich aus, wie man sich so ein Bergler vorstellt.

Mit diesem, und den anderen schönen Eindrücken vom Skigebiet Corvatsch, sind wir anschliessend ins Bett gesunken.

Hier noch ein Bild aus der Rubrik „Making of“. Kurz nachdem ich das erste Foto aus diesem Beitrag geschossen habe, sah es nämlich so aus
Kaffee Schümli Pflümli auf der Bergstation Diavolezza mit herrlicher Aussicht


Von den nächsten beiden Tagen mit einer Schneeschuhtour auf dem Muottas Muragl und dem Skigebiet Corviglia habe ich noch ein paar spezielle Fotos geschossen. Ich werde in einem zweiten Teil darüber berichten.

Nun schliesse ich erst noch einmal die Augen, um die vielen schönen Bilder aus dem Engadin revue passieren zu lassen ... let it flow ...

Kommentare

[antworten]

Na, da seit ihr aber wieder verwöhnt worden. Gibt auch bekannte Gesichter auf dem Bild ;) Einen herzlichen Gruss an die betreffenden Personen von mir! Übrigens sehr schöne Bilder. Und ist der Schümli Pflümli für mich?
geschrieben von rotscher @ 17:49, 2011-03-13

[antworten]

Sehr, sehr, sehr schön!
geschrieben von beat @ 21:10, 2011-03-13