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Der etwas andere Bikeladen – Besuch des Transalpes Factory Shop in Zwilikon

2011-02-19 @ 08:29 in Inspiration

Am letzten Wochenende war ich zu Besuch bei Stefan Gruber in Zwilikon.
Stefan hat ein ganz besonderes und ungewöhnliches Bike Geschäft. Alle Bikes darin sind von derselben Marke. Die Bikes sehen zudem fast alle so aus, als wäre schon jemand damit gefahren. Sie sind eigentlich neu und in Top-Zustand, aber an den Reifen erkennt man, dass sie schon mal benutzt wurden. Da und dort klebt nämlich noch ein bisschen Erde zwischen den Stollen.



Der Laden existiert seit gut 3 Jahren. Während sich die Welt also unter anderem mit der Finanzkrise beschäftigt hat, und unglaublich grosse Firmen vom Erdboden verschwanden, hat Stefan in Zwillikon ein Bike Geschäft eröffnet dass "nur" eine Marke im Angebot hat.

Der Laden scheint trotzdem zu florieren. Laufend werden neue Modelle entwickelt, und der Stefan sieht nicht so aus, als müsste er am Hungertuch nagen;)

Wie geht so etwas ? Was ist wohl das Geheimnis des Erfolges von Stefan, bzw. seines Transalpes Factory Shop ?

Bei einem persönlichen Gespräch hat mir Stefan von sich und seinem Transalpes Factory Shop erzählt. Es ist die Geschichte von einem Mann, der vor vielen Jahren seinen Beamten-Sessel gegen den Velosattel getauscht, und seinen Traum wahr gemacht hat.

In diesem Gespräch haben sich in meinen Augen die folgenden Punkte herauskristallisiert, welche (vielleicht) seinen Erfolg ausmachen:

 

1. Begeisterung, Herzblut und Persönlichkeit

Stefan ist durch und durch ein begeisterter Biker. Bei ihm entsteht nicht der Eindruck dass er ein "ehemaliger" Biker ist, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Ich denke es ist ihm gelungen, sein Hobby zu behalten, obwohl es zu seinem Job wurde.

Man hat bei ihm eher das Gefühl mit einem Bike-Kollegen zu fachsimpeln, als mit einem Geschäftsführer und Ladebesitzer der Räder verkaufen "muss".
Sein ruhiges Auftreten, seine unkomplizierte Art, sowie sein grosses Fachwissen schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens. Es gelingt ihm, den Besuch in seinem Laden zu einem angenehmen Erlebnis zu machen, ohne dass man das Gefühl bekommt, zu irgend etwas gedrängt zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass er deshalb bei seinen Kunden sehr gut ankommt.

2. Service und Probefahrten

Während ein normales Bike Geschäft meistens vor Velos nur so "überquellt", stehen in seinem grosszügigen Ladengeschäft bloss ein gutes Dutzend Bikes. Dafür ist jedes dieser Bikes ein Testbike. Und zwar nicht im Sinne von "schnell mal ein paar Runden auf dem Parkplatz drehen", sondern "richtige" Testbikes.

Damit ist gemeint, dass man diese alle im Gelände ausprobieren kann und soll. Das ist auch der Grund für die reduzierten Öffnungszeiten des Ladens. Stefan nimmt sich nämlich persönlich Zeit, um mit seinen Kunden Testfahrten zu unternehmen.
"Dabei merke ich was der Interessent braucht, und welches das richtige Bike und Setup für den Kunden ist", bemerkt Stefan dazu. Hier kommt ihm vermutlich auch seine langjährige Erfahrung als Bike Guide im In- und Ausland zugut.

 

3. Gute und innovative Bikes

Schenkt man den Testberichten glauben, dann handelt es sich bei den Transalpes Rädern um hervorragende Bikes, die ihr Geld wert sind. Mit dem Mojo System, das die Veränderung des Sitzwinkels erlaubt, bieten sie zudem ein aussergewöhnlich breites Einsatzspektrum. Das merkt man logischerweise nicht wenn man im Laden ein bisschen am Mojo herumschraubt, oder ein paar Runden auf dem Parkplatz dreht.

Ich konnte mir persönlich nicht so recht vorstellen, dass man die Veränderung des Sitzwinkels spürt. Am letztjährigen Testride in Lenzerheide konnte ich mich dann aber persönlich davon überzeugen, dass das Mojo System sehr wohl spürbar ist, und Vorteile bringt.
Auch sein neuestes, von ihm selbst entworfene Modell das "Big Mountain" macht da keine Ausnahme. "Auch der Testfahrer von "Bike" war begeistert vom neuen Transalpes Big Mountain", erklärt Stefan stolz. Man wird das in der nächsten Ausgabe dieser Zeitschrift wohl auch nachlesen können.

Das alles würde aber nichts bringen, wenn die (Bike)-Welt nicht erfährt, dass es diese Person, diesen Service und diese Bikes gibt, deshalb braucht es noch ....

 

4. Marketing und Events

Der Tausendsassa Stefan managt auch diesen Punkt in Personalunion. Internet-Auftritt mit Homepage, facebook etc, sowie Inserate müssen erstellt und gepflegt werden. Stefan organisiert auch verschiedenste Touren an denen jedermann(frau) teilnehmen kann. Und .. last but not least ... auch als Sponsor hat er dieses Jahr noch zwei grössere Events im Köcher .... ein richtiger Tausendsassa eben.

Klar, dass er dafür ein bisschen mehr als 100% Leisten muss - doch dafür kann er seinen Traum leben ...


(Bild oben: Speichen und Nippel soweit das Auge reicht)

 

Für mich war das Gespräch mit Stefan sehr interessant und aufschlussreich. Es war äusserst spannend, ein kleines bisschen hinter die Kulissen dieses ganz speziellen Bike Geschäftes zu schauen, und etwas von den "Geheimnissen" seines erfolgreichen Geschäftes zu erfahren.


Hier noch die entsprechenden Links zu seinen Seiten:

Transalpes Factory Shop

Transalpes auf Facebook

Erlebnisbereich (Videos)

Events/Termine (rechts unten)

Kommentare

[antworten]

Sehr schöner Bericht. Ich war ja noch nie bei Stefan, was aber sicher mal ändert. Der Eindruck gefällt mir aber. Richtig super ist natürlich dass die Bikes auch richtige Testbikes sind. Da ist Stefan mit den selber entwickelten Bikes eben von Vorteil gegenüber normalen Velogeschäften. Das bringt für den Kunden auch viele Vorteile. Übrigens, Stefan hat wirklich eine gute Art. Mir gefällt sie. Freue mich jetzt schon wieder bei einer Biketour teil zu nehmen. Auch von meiner Seite wünsche ich Mr. Transalpes weiterhin viel Erfolg!
geschrieben von rotscher @ 08:59, 2011-02-19